Hurtig…die Leinen los (4)

MS Nordlys – 13.09. – 24.09.2019

18.09.2019 – 6. Tag
Von Havoysund nach Mehamn

Über Nacht gab es wieder ordentlich Seegang. Heute ist der Tag des Nordkapps und wir freuen uns riesig darauf.

Erst Mal checke ich draußen auf Deck die Lage.
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Das Wetter ist recht „aprillig“. Mal Sonne, mal Regen.

Schon früh kommt uns die südgehende Hurtigrute MS Vesteralen entgegen und ich stelle verwundert fest, dass es Schiffsbegegnungen auch ohne „Musik“ also ohne Schiffshorn gibt.
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Wir gehen zum Frühstück und hoffen, dass sich das Wetter zum Guten wendet. Nordkapp im Regen wäre nicht so prickelnd.

In Honningsvag gehen wir von Bord und fahren mit dem Bus zum Nordkapp.

Unterwegs stellen wir fest, dass es dort in der Nacht geschneit hat. Unsere Reiseführerin ist sehr gesprächig und so erfahren wir einiges rund um die Insel Mageroy und über das Nordkapp.

Dort angekommen regnet es leicht. Wir stehen auf 71°10’21“ nördlich des Äquators, 2080 km vom Nordpol entfernt.

Eigentlich ist der Punkt, auf dem die Kugel steht, gar nicht der nördlicheste Punkt. Der nördlichste Punkt liegt etwas westlich daneben. Die Landzunge dort hinten (hinter Wilhelms und meinem Kopf), Knivskjellodden 71°11’8″ ist eigentlich der nördlichste Punkt Europas.

In der Nordkapphalle trinken wir einen heißen Kakao. Es ist empfindlich kalt und es schneit. Wir unterhalten uns und stellen beide fest, dass es dieses Mal nicht ein so „irres“ Gefühl war, hier oben zu stehen.

Auf dem Rückweg sehen wir Rentiere und es gelingt mir, sie, aus dem Bus heraus, zu fotografieren.
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Die Fahrt ist kurzweilig, weil die Reiseführerin wieder einiges erzählt.

Zurück in Honningsvag wartet unser Schiff schon auf uns. Ich fotografiere noch den Troll und Bamse den Schiffshund.

Kaum an Bord geht die Reise weiter. Auch heute gibt es wieder Briefmarken und Stempel. Für meinen Papa wäre dass das Paradies.

Ich lege mich hin, denn wir befahren eine offenere Seestrecke und es schaukelt mächtig.

Pünktlich zur Sicht auf die Finnkjerka im Kjollefjord, einer der schönsten Felsformationen des Landes, bin ich wieder an Deck.

Es regnet und ich mach mich schnell wieder unter Deck und in mein Bett.

Das Abendessen, das Nordkappbuffet, lasse ich ausfallen und auch Wilhelm ist schnell zurück in der Kabine. Der Seegang ist doch sehr heftig. Er bringt mir, aus dem Bistro, Pommes mit, die ich im Bett liegend esse.

19.09.2019 – 7. Tag
Vadso – Kirkenes – Berlevag

Wir sind auf dem Weg nach Kirkenes. Es ist trüb, grau, kalt und es regnet immer wieder.

HALBZEIT

In Kikenes wollten wir eigentlich von Bord gehen, aber Wilhelm ist nicht so begeistert und ich auch nicht. Draußen sind es 2 Grad und teilweise schüttet es wie aus Eimern.

Wir bleiben an Bord und vertreiben uns dort die Zeit.

Zwischendurch werden ein paar neue Mitfahrer (Königskrabben) an Bord gebracht. Nachdem die anderen dem Kochtopf anheim gefallen sind, machen sie nun das Aquarium voll. Mal sehen, für wie lange.
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Gegen 12:30 Uhr geht die Fahrt zurück gen Vardo. Wir sind nun die südgehende Hurtigute.

Der Seegang ist so heftig, dass ich mich schon am Nachmittag in meine Koje verkrieche. Wilhelm sitzt ganz oben auf Deck 7 im Panoramasalon und schaut sich die Landschaft an.

Wir können in Vardo, auf Grund des starken Winds, nicht anlegen und fahren weiter.

Gegen Abend bringt er mir wieder ein paar Pommes vorbei.
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Fortsetzung folgt…

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