Superwahlsonntag für die Duisburger

Ja, wir hatten einen Superwahlsonntag. Bundestagswahl, Oberbürgermeisterwahl und Bürgerentscheid zum Outletcenter.

Duisburg ist rot geblieben und unser neuer Bürgermeister ist der alte. 😉

Das Outletcenter ist vom Tisch. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, sei dahin gestellt, es hat alles sein Für und Wider.

Der Bundestag ist gewählt und es ist etwas passiert, was schon lange vorhersehbar war: Die AfD ist mit einem fulminaten Ergebnis von fast 13% eingezogen.

Was soll ich sagen? Ich bin ziemlich sprachlos, wenn ich auch vorbereitet war. Im Grunde bleibt uns jetzt nur abzuwarten und zu sehen, ob sie ihre vollmundigen Reden in die Tat umsetzen, oder ob sie gnadenlos untergehen. Frauke Petry hat damit ja schon angefangen.

Advertisements

Gestern

Also: Der Kammerjäger war da. Wespen stehen nicht unter Naturschutz sondern unter Artenschutz. Sie dürfen bekämpft werden, auch von privat, wenn Gefahr besteht – so wie bei uns. Sogar im Garten, wenn Kinder dort spielen oder Tiere dort leben.

Der Kammerjäger  hat Pulver ins zweite Loch reingemacht. Das erste ist ja verputzt. Die im Schlafzimmer sollten bis zum Wochende weg sein, weil sie kein Futter und Wasser bekommen.

Ich bin allein in Breskens. Wilhelm ist zuhause geblieben, um die Viecher zu beobachten.  Schon heute sind es viel weniger, die da unter der Fußleiste raus krabbeln, als in den letzten Tagen. Ich denke mal, dass die Viecher dann jetzt tatsächlich weg sind.

Knusper, knusper…

…Knäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen?

Elende Wespenviecher tun das. Bäh.

Eine winzige Ritze unter der Fußleiste nutzen sie, um in unser Schlafzimmer zu kommen. Heute schon an die 100 Stück. Ich hab die Faxen dicke.

Mein GöGa hat mir heute gesagt, dass ich Dienstag alleine nach Breskens fahren soll. Er wird sich um den Kammerjäger kümmern und um neue Fliegengitter vor den Fenstern.

Ich hoffe mal, dass die Viecher bis morgen nicht auch noch durch die Wohnzimmerdecke kommen – weil, dann haben wir wirklich ein Problem.

Kammerjäger

Jetzt reichts.

Seit Wochen plagen wir uns mit Wespen direkt am Haus, ca. 1m von der Eingangstür entfernt, rum. Die ersten Viecher konnte Wilhelm erfolgreich vertreiben. Sie hatten sich in die Fugen des Hauses gefressen, er hat, nach der Vertreibung und es waren auch noch nicht so viele, die Fugen zugespachtelt.

Jetzt haben sich diese fiesen Wespenviecher  einen zweiten Eingang am Haus gesucht und tummeln sich jetzt direkt über unserem Eßzimmerfenster und noch näher an der Eingangstür und, wie auch immer, auch in unserem Schlafzimmer.

Wir wissen nicht wie die da rein kommen, aber jeden Abend, wenn wir nach oben kommen, haben wir so an die 20 bis 30 Wespen auf dem Fußboden liegen.

Die Rolladenkästen sind frei, da ist nichts drinnen. Wie die ins Haus kommen (Fenster sind alle zu, es gibt keine Löcher in den Innenwänden o. ä.) und wo die genau sitzen, wissen wir nicht.

Ich weiß, dass Wespen unter Naturschutz stehen, aber ich weiß auch, dass mein Mann Allergiker und dazu noch Epileptiker ist und ich möchte nicht erleben, dass er gestochen wird und dazu dann einen Anfall bekommt. Es kann also keiner von mir / uns verlangen, dass ich einen auf Schönwetter mit den Viechern mache.

Am Montag werden wir den Kammerjäger verständigen und dann soll der mal gucken, ob er dieser Plage Herr wird. Die kennen sich ja mit sowas aus und wissen, was gemacht werden darf und was nicht.

Unser Matratzenlager haben wir heute im Wohnzimmer ausgelegt – oben mag ich nicht schlafen, die Angst ist viel zu groß.

Ich mache…

,…Urlaub vom Urlaub.

Ich glaub, wir haben in London soviel gesehen und sind soviel durch die Stadt und die Umgebung gewandert, dass ich nun eine Pause brauche.

Momentan mache ich hier nur das Nötigste. Ich bin faul. Oberfaul. Ich habe Lust zu nichts. Dabei hätte ich einiges zu tun…aber so what…nächste Woche ist auch noch Zeit. 😉

Vorhin beim Lidl

Ein Begegnung der dritten Art, ein vollkommen in der Zeit zurückgebliebener älterer Herr….aber, von Anfang an.

Ich war, hier in Homberg, beim Lidl einkaufen. Im Laden war auch eine ca. 30 jährige Frau mit ihrer kleinen Tochter im Kinderwagen. Die Frau trug ein Kopftuch. Welcher Nationalität sie war, wußte ich da noch nicht.

Nun, sie kaufte ein, ich kaufte ein und „flirtete“ zwischendurch mit der Kleinen im Kinderwagen, die irgendwelchen Käse in der Hand hielt.

Als wir da nun an der Kasse standen, die Dame stand mit dem Kinderwagen hinter mir und hinter ihr stand der oben benannte ältere Herr, hab ich zur der Kleinen gesagt:

„Was  bist du denn für eine niedliche Maus?“

Ich denke, sie konnte noch nicht richtig sprechen, denn sie lachte mich nur an.

Die Mutter meinte dann in bestem Ruhrpott Deutsch: „Jau, dat is meine Kleene. Ne ganz Süße.“ Ich grinste.

Hinter uns tuschelte der Herr mit einem anderen Herrn…sehr leise, aber für die Frau sehr verständlich.

„Die soll dahin zurück gehen, wo sie her kommt. Was für ein Abschaum, die mit ihrem Kopftuch…“

Die Frau sah mich an, ich grinste und zuckte die Schultern, dann sagte ich:

„Lass die alten Herren mal Labern, von nix ne Ahnung, aber die Klappe aufreißen.“

Ohhhh, die Herren waren erbost.

Was ich mir denn einbilden würde und überhaupt, wie ich zu sowas – sie blickten die Frau von oben bis unten an – halten könnte?

„Nun, wir leben hier in einem freien Land und ich habe kein Problem damit, wenn jemand ein Kopftuch trägt, warum also sollte ich nicht zu der Frau halten?“

„Ja hören Sie mal, wer weiß wo die her kommt und was die hier einschleppt.“

Ich war für einen Moment sprachlos.

Die Frau dreht sich zu dem Mann um und sagt:

„Ich bin hier in Deutschland geboren, aufgewachsen, zum Gymnasium gegangen, hab mein Abitur gemacht, gehe arbeiten, zahle meine Steuern…im Übrigen genau wie mein Vater.“

Und ich sagte: „Und ihr Großvater hat vermutlich die Drecksarbeit unter Tage gemacht, für die sich Herren wie sie (da hab ich ihn von oben bis unten angeguckt) zu schade waren.“

Sprachlosigkeit. Für einen kleinen Augenblick.

Dann kam der Versuch eines Satzes, den ich den alten Herrn nicht aussprechen lies.

„Sowas wie dich hätte man bei…..“

„Schluss. Wenn Sie jetzt weiter sprechen, trete ich Ihnen so dermaßen in die Eier, dass Sie sich wünschen, man hätte es mit Ihnen gemacht.“

„Sie unterstüzten wohlmöglich auch die Ehe für alle. Was?“

„Jo – ist mir doch egal, wer seinen Schwanz oder seine Zunge wo reinsteckt.“

Die Frau biss sich auf die Lippe, um ihr lachen zu unterdrücken.

„Ach, und im übrigen…mich hätte man vermutlich früher auch ver….!“

„Wieso das denn?“

„Nun, mein Vater war Deutsch-Österreicher, meine Mutter Spanierin und mein Mann inst Niederländer. Ich bin das, was man gemeinhin als Bastard betitelt. Können Sie eigentlich einen reinen arischen Stammbaum vorweisen, oder warum spucken Sie hier so große Töne? Und wieso tragen Sie eigentlich ein Kreuz um den Hals? Müssen Sie jedem zeigen, dass Sie Christ sind?“

Nun, was soll ich sagen? Der Herr legte seine Einkäufe zur Seite und suchte das Weite.

Boah ey, sowat kann ich leiden.

 

Anruf von der Telekom

Am vergangenen Mittwoch hatten wir Besuch von einem Telkommitarbeiter.

Herr Jung besuchte uns am späten Nachmittag und war ein sehr freundlicher „Vertreter“ seiner Art.

Es ging darum, dass wir hier nun auch Glasfaserkabel haben (das heißt…bis zum nächsten Verteilerkasten, der ziemlich genau auf der Ecke unserer Straße steht…bis zu unserem Haus läuft es noch über ein Kupferkabel) und alles umstellen sollten.

Nachdem der Herr uns sehr kompetent beraten hat, unterschrieben wir den Vertrag für das Glasfasterinternet, welches deutliche schneller wird, als das, was wir jetzt haben und vom Preis her gleich bleibt.

Herr Jung verabschiedete sich mit den Worten: Willkommen im 21igsten Jahrhundert.

Mich ließ dieser Satz schmunzeln.

Im Laufe der letzten Woche bekamen wir dann die Unterlagen per Email zugeschickt. Alles gut.

Heute dann ging das Telefon. Ein Mitarbeiter von der Telekom. Er wollte sich erkundigen, ob bei dem Gespräch alles in Ordnung war und ob wir mit dem Vertreter zufrieden gewesen wären.

Das Telefon klingelt. Ich geh ran.
Weiterlesen