Vor 47 Jahren

Vor 47 Jähren änderte sich das Leben meiner Eltern von einer Sekunde zur nächsten.

Mein Vater war zusammen mit meinem Bruder und zwei Arbeitern auf dem Weg zur Arbeit, als sie mit einem Linienbus kollidierten. Außer meinem Vater war niemandem was passiert. So wurde es mir immer erzählt.

Mein Vater kam also ins Krankenhaus – erst mal in ein „normales“ und mein Bruder musste zuhause erzählen was passiert war. Meine Mutter hat wohl von Anfang an gesagt, dass was schlimmes passiert sein muss, denn mein Vater war äußerlich nicht verletzt.

Als sie dann zum Krankenhaus gefahren sind, konnten sie meinen Vater nicht sehen, denn der lag schon im Krankenwagen auf dem Weg zur Berufsgenossenschaftlichen Unfallklink in Duisburg. Meine Mutter behielt mit ihrer Aussage Recht.

Wie sich rausstellte hatte mein Vater einige Wirbel der Halswirbelsäule gebrochen und ein gequetschtes Rückenmark. Zuerst einmal war er komplett gelähmt. Lange Zeit musste er flach liegen, mit Gewichten am Kopf, ehe man operieren konnte. Nach vielen Wochen Krankenhausaufenthalt besserte sich sein Zustand und er lernte wieder laufen.  Enddiagnose war dann: Teilquerschnittlähmung. Mein Vater war zu diesem Zeitpunkt 54 Jahre alt. Meine Mutter war 40 und beim Unfallgeschehen mit mir im 3 Monat schwanger. Somit hatte sie, als ich dann geboren wurde, einen Säugling und einen pflegebedürftigen Mann zuhause.

Die Versicherung weigerte sich zu zahlen und nach langem Hin und Her einigte man sich auf eine bestimmte Summe. Die Versicherung agumentierte, dass mein Bruder, der eine Teilschuld am Unfall hatte, ja zuhause wohnen würde und von dem Geld der Versicherung profitieren würde.

Für mich war und ist dieser Tag, obwohl mein Vater schon seit fast 13 Jahren tot ist, immer irgendwie ein besonderer Tag. Als ich klein war, war der Tag eher bedrückend, als ich dann älter wurde, hab ich mal gefragt, warum man diesen Tag nicht feiert? Denn immerhin hat mein Vater gelebt und er hat, trotz Lähmung, gut gelebt. Er konnte seinen großen Garten selber bestellen, er konnte, wenn auch nur sehr langsam, spazieren gehen und er konnte für mich da sein. Mein Papa war immer zuhause und hat mir vieles beigebracht. Ohne ihn wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin.

Ich liebe dich Papa. ❤

Flic Flac – Schicht 1

Gestern waren Wilhelm und ich, zusammen mit Adrian und seiner Mitbewohnerin Olivia, im Landschaftspark Duisburg-Nord, um uns die Weihnachtsshow „Schicht 1“ von Flic Flac The modern Art of Circus anzusehen.

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Ich kann euch sagen, es war eine grandiose, atemberaubende Show. 2,5 Stunden (inkl. 20 Min. Pause) Action pur. Ich denke, die kommenden Bilder sprechen für sich. 😉

Den Anfang haben Jump & Run gemacht. Sie haben Kunststücke auf einer riesigen Gummimatte gemacht. Salto und Rad geschlagen, einfach toll. Die Musik, der Beat dazu hat einfach reingehauen.

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Anschließend kam das Duo Twin Spin. Sie führten Kunststücke mit dem Diabolo vor. Klasse die Jungs.

Der Mann am Seil war grandios, leider weiß ich seinen Namen nicht mehr.

Durch die Show führte Rebecca Siemoneit-Barum, die viele sicher aus der Serie Lindenstraße oder eben vom gleichnamigen Circus kennen.

Anschließend kamen kamen Die Jungs und Mädels vom Spicy Circus und vollführten grandiose Kunststücke auf einem Trampolin.

Was dann kam, hat mich gruseln lassen. Das doppelte Todesrad ist nichts für schwache Nerven und The Gerlings waren echt grandios.

Die Jungs von Ramps rauschten mit Crossbikes, Rollern und Rollschuhen eine Rampe hinab, machten Kunststückchen und kamen auf einer anderen Rampe wieder runter. Wahnsinn.

Anschließend erfreute uns das Duo Twin Spin noch einmal mit einer Darbietung. Dieses Mal gab es Kunststückchen mit Flummis.

Richtig schwindelig wurde mir, als sich Aleksei Laptev im Cyrrad drehte und Spiralen, Spagat und Überschläge darbot.

Zwischendurch meldete sich immer mal wieder Rebecca Siemoneit-Barum zu Wort. Sie hatte einen Komiker aus Köln dabei, der für den erkrankten Markus Krebs eingesprungen ist. Leider weiß ich seinen Namen nicht mehr. Ich muss gestehen, er war nicht besonders gut, kaum jemand hat gelacht.

Chris Bruand mit seinem Motorrad nahm mir dann nochmal den Atem. Meine Güte, was konnte der mit dem Ding Saltos schlagen. Der Hammer.

Die Truppe Gandan aus der Mongolei zeigte Akrobatik vom Allerfeinsten. Das Mädel hatte die Jungs im Griff. 😉

Zum guten Schluss wurde mir nochmal richtig schlecht, als die Jungs von The Gerlings auf dem Hochseil „spazieren“ gingen und Kunststücke vollführten. Meine Güte, was für ein Nervenkitzel.

Am Ende verabschiedeten sich die Künstler einzeln zu toller Musik und formten dann, auf dem Boden liegend, das Peace Zeichen. In der heutigen Zeit ein toller Abschluss.

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Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese Show anzusehen. Es lohnt sich wirklich!

Klausuren

Adrian schreibt momentan Klausuren…bzw. er hat schon welche geschrieben.

Am 10, am 11 und heute.

Von der, die er am 11. geschrieben hat, weiß er schon, dass er sie bestanden hat. Nicht ganz 25% von 100 haben bestanden. Ich find das voll krass und bin enorm stolz, dass Adrian es gepackt hat.

Jetzt heißt es Daumen drücken für die Klausur vom 10 und der von heute. 😉

3-facher Zahnarzttermin

Wir drei hatten heute unseren jährlichen Check…alles okay.

Adrian ist direkt vom Zahnarzt aus zur Uni. Wir waren noch kurz einkaufen und wollten dann nach Hause.

Auf den Straßen war die Hölle los. Als wir nach Homberg kamen, war die gesamte Hauptstraße gesperrt. Alles voller Polizei. Wir haben eine halbe Stunde für eine Straßenecke gebraucht.

Später haben wir dann erfahren, dass ein herrenloser Koffer gefunden wurde und der Bombenentschärfungsdienst da war. Jetzt ist alles wieder frei.

Was für eine Aufregung.