April

April! April!
Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schau’n die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen
Ein solch‘ Gesaus‘ zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will.

O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Und schneit mir in den Blütenbaum,
In all den Frühlingswiegentraum!
Ganz greulich ist’s, man glaubt es kaum:
Heut‘ Frost und gestern Hitze,
Heut‘ Reif und morgen Blitze;
Das sind so seine Witze.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!

Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!
Und kriegt der rauhe Wintersmann
Auch seinen Freund, den Nordwind, an
Und wehrt er sich, so gut er kann,
Es soll ihm nicht gelingen;
Denn alle Knospen springen,
Und alle Vöglein singen.
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!

Heinrich Seidel (1842-1906)

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Fröhliches Osterfest

Ostern

Ostereier
Anita Menger

Ostereier schmecken besser.
Klar, das weiß doch jedes Kind.
Sie sind ganz besonders lecker,
weil sie so schön farbig sind.

Was das Huhn nicht will begreifen,
weiß schon längst der Osterhas,
färbt das Ei, malt Punkte, Streifen
und versteckt es dann im Gras.

Ostersonntag in der Frühe
kommt er auch bei dir vorbei,
gibst du dir dann etwas Mühe
findest du dein Osterei.

Wir machen den Frühling

Theobromina findet, dass es Zeit ist, den Frühling zu machen.

Am 24.09.2017 hat sie die
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ausgerufen und nun ist es Zeit, die Kastanie, unsere Handschmeichlerin, in den Frühling zu entlassen.

Leider sind die Bedingungen heute denkbar schlecht. Die Temperatur liegt im Minusbereich, es weht ein eiskalter Ostwind und es hat geschneit.
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Dabei knospet, grünt und blüht es schon überall.

 

Nun, der eisige Wind hat mich davon abgehalten, raus in die Welt zu ziehen, um einen geeigneten WegwerfWurfplatz für meine zeelänidsche Begleiterin zu suchen.

Der GöGa und ich sind, dick eingemurmelt,  nur bis in den Garten gegangen.
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Ich habe mir nämlich überlegt, sie nicht wegzuwerfen sondern sie einzupflanzen. Ich weiß nicht, ob es funktionieren wird, da sie ja den ganzen Winter in meiner Hosentasche verbracht hat und sehr eingetrocknet ist, aber vielleicht klappt es doch und es sprießt neues Leben aus ihr. Wenn nicht, kann ich sie immer noch irgendwo in die Natur werfen.

Mein GöGa hat also einen Blumentopf aus dem Gartenhaus geholt, etwas Erde hinein gefüllt

 

und ich hab sie dann dort hineingelegt und zugedeckt.

 

Anschließend wurde sie etwas angegossen und steht nun am frostfreien Kellerfenster. Wenn es draußen dann endlich warm wird, darf sie wieder raus an die frische Luft.

Den kalten Sekt, um den Frühling zu begrüßen, haben wir uns gespart. Statt dessen haben wir eine Tasse Tee mit Zimtschneckengeschmack getrunken und auf den Frühling angestoßen.
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März

Ein heller Märzentag

Ein heller Märzentag
Vögel fröhlich singen
Wie weit die Lust wohl reichen mag
Wenn Blumen aus der Erde dringen.

Zärtliche Gedanken fliegen
Zu den Schmetterlingen, die leise
Sich im Himmel wiegen
Und eifrig über Blumen kreisen.

(© Monika Minder)

Mai

Maiglöckchen und die Blümelein

Maiglöckchen läutet in dem Tal,
das klingt so hell und fein,
so kommt zum Reigen allzumal,
ihr lieben Blümelein!

Die Blümchen, blau und gelb und weiß
Sie kommen all herbei,
Vergißmeinnicht und Ehrenpreis
und Veilchen sind dabei.

Maiglöckchen spielt zum Tanz im Nu
und alle tanzen dann.
Der Mond sieht ihnen freundlich zu,
hat seine Freude dran.

Den Junker Reif verdroß das sehr,
Er kommt ins Tal hinein;
Maiglöckchen spielt zum Tanz nicht mehr.
Fort sind die Blümelein.

Doch kaum der Rief das Tal verläßt,
da rufet wieder schnell
Maiglöckchen auf zum Frühlingsfest
und leuchtet doppelt hell.

Nun hält’s auch mich nicht mehr zu Haus
Maiglöckchen ruft auch mich.
Die Blümchen gehn zum Tanze aus,
zum Tanzen geh auch ich!

(c) Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)